Foto Tränkwasserhygiene
Foto Tränkwasserhygiene
Grafik Designelement
Foto Tränkwasserhygiene
Grafik Broering Piktogramme
  • Neue Webseite online

Seit März 2016 gibt es eine eigene Webseite mit wissenswerten Informationen rund um das Thema Tränkwasserhygiene. Schauen Sie doch mal rein.

Broering Webseite Tränkwasserhygiene

www.traenkwasserhygiene.com

  • Tränkwassermanagement in der Praxis

Erfahren Sie hier, wie erfolgreiche Betriebe durch eine Verbesserung der Tränkwasserqualität Infektionsrisiken minimiert und die Tiergesundheit verbessert haben.

Bröring Mitarbeiter und Betriebsleiter auf dem Betrieb Wempe
zur Betriebsreportage
Ferkelaufzuchtbetrieb
Wempe >>


Bröring Mitarbeiterin und Betriebsleiter auf dem Betrieb Seelhorst
zur Betriebsreportage
Hähnchenmastbetrieb
Seelhorst >>

  • Workshops

Workshop Tränkwasserhygiene

Der Workshop behandelte wichtige Aspekte des Tränkwassermanagements

  • Unser Partner in der Tränkwasserhygiene

Erfolgreiches Tränkwassermanagement im Ferkelaufzuchtbetrieb

Ein großes Potenzial zur Optimierung der Tiergesundheit und zur Minimierung des Infektionsrisikos liegt in der Verbesserung der hygienischen Qualität des Tränkwassers.

Foto Ferkel trinkt in einer Ferkelaufzuchtbucht

Auch der von Harald und Clemens Wempe in Visbek geführte Ferkelaufzuchtbetrieb sah sich vor der Notwendigkeit, der Tränkwasserhygiene mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Ideen zur Verbesserung mussten her, denn die Ferkel im Aufzuchtstall litten regelmäßig unter Durchfall (Kleckern). Eingehende Gespräche mit der Bröring Hygieneexpertin Dr. Pia Münster sowie den Fachleuten Huub van der Vinne und Kai Aumann gaben schließlich den Ausschlag für die Umsetzung eines individuellen Tränkwasserkonzepts.

Biofilm in Leitungssystemen ist problematisch

Hauptproblem in der Nutztierhaltung ist der rückwärtige Keimeintrag in das Tränkwasser. Bis zu 95% der gesamten Biomasse (Mikroorganismen) im Leitungssystem befindet sich als Biofilm auf der Oberfläche. Die Rolle dieser Biofilme darf im hygienischen Kontext nicht unterschätzt werden. Eine Vorbeugung gelingt mit der Vermeidung eines Eintrags oder durch die Beseitigung von Verunreinigungen durch Spülen, Reinigen und Desinfizieren.

In der Praxis erfolgt eine Desinfektion des Tränkwasser-Systems oft ohne vorherige Reinigung. Allerdings führt die Desinfektion allein nicht zu einem sauberen Tränkwasser. Sie dient lediglich als Ergänzung im Rahmen einer eventuell notwendigen Aufbereitung bzw. Reinigung. Denn nicht nur das Tränkwasser an sich, sondern auch das Leitungssystem hat einen großen Einfluss auf die hygienische Qualität des Tränkwassers.

Design des Tränkwasser-Leitungssystems entscheidend

Zusammen mit Familie Wempe wurden neben Reinigungs- und Desinfektionsverfahren verschiedene Umbaumöglichkeiten sowie die entsprechenden Kosten-Nutzen-Bewertungen erörtert. Wie viel investiert man und wie viel Gewicht misst man dem bei? Ein wesentlicher Baustein bei der Findung des richtigen Tränkwassermanagements ist dabei die Dokumentation. Der endgültige Umbau des Tränkwasserleitungssystems fand letztendlich im März 2013 statt. Dazu gehörten die richtige Auswahl des Materials, des Durchmessers und der Bauweise (Ring- statt Stichleitungen). Der zusätzliche Einbau von Spülmöglichkeiten ermöglichte es darüber hinaus, den Tieren mehrmals täglich frisches und kühles Wasser zur Verfügung zu stellen.

Durchflusssystem in einer Tränkwasserleitung für Ferkel

Ferner lassen sich die Durchflussrate erhöhen und Partikel inklusive des gelösten Biofilms entfernen. Eine Zeitschaltuhr mit zentraler Spülleitung und Rückschlagventil sorgt für eine automatische Spülung ohne großen Aufwand. Vier Mal pro Tag wird das in den Leitungen befindliche Wasser herausgespült und über eine Leitung im Zentralgang nach draußen geleitet. „Eine einfache Systematik und eine konsequenten Durchführung sind die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung im Betrieb“, so Dr. Pia Münster.

Reinigung und Desinfektion

Mit Hilfe der neu designten Bauweise lässt sich nun das gesamte Wasserleitungssystem bis hin zum Nippel erreichen und eine effektive Reinigung vornehmen. Auf dem Betrieb Wempe erfolgt zudem nach jedem Durchgang eine alkalische Grundreinigung mit DM Clean Super, die den anhaftender Biofilm entfernt. Anschließend wird mit Wasserstoffperoxid (Cid Clean) grunddesinfiziert. So erhalten die neu aufgestallten Tiere ein sauberes Tränkwasser und einen guten Start.

Foto Bröring-Mitareiter und Betriebsleiter im Stall Wempe

Eine kontinuierliche Tränkwasser-Desinfektion verhindert den rückwärtigen Keimeintrag. Dazu wurde die Chlordioxid-Anlage, die zuvor einige Zeit stillstand, wieder in Betrieb genommen. Harald Wempe bringt es auf den Punkt „Im Prinzip muss jeder Landwirt seinen eigenen Weg für ein sauberes Tränkwasser finden. Wichtig ist die Erarbeitung des richtigen Verfahrens und der passsende Methode für den eigenen Betreib - und natürlich die konsequente Umsetzung.“

Weniger Durchfallerkrankungen

Die Durchfall-Häufigkeit ließ sich nach dem Umbau des Leitungssystems und dem erneutem Einsatz von Chlordioxid reduzieren. Auch die Streptokokken-Problematik hat sich deutlich verringert. Da die Optimierung des Tränkwassermanagements allerdings noch andauert, können erst zu einem späteren Zeitpunkt handfeste Daten und Zahlen den Erfolg wirklich belegen. „Wir erkennen aber schon jetzt, dass ein konsequentes und zielorientiertes Tränkwassermanagement einen wichtiger Bestandteil unserer zukünftigen Managementmaßnahmen sein wird. Nur so lassen sich weniger Medikamente einsetzen und die Wirtschaftlichkeit erhöhen“, beurteilt der Betriebsleiter das Konzept zum heutigen Zeitpunkt.

Melden Sie sich einfach telefonisch unter 0 44 43  97 01 38.